Prof. Dr. Klaus Pannen


Rechtsanwalt
Fachanwalt für Insolvenzrecht


Herr Prof. Dr. jur. Klaus Pannen führt die Rechtsanwaltskanzlei PROF. DR. PANNEN RECHTSANWÄLTE, eine der führenden Insolvenzverwalterpraxen in Deutschland.

Prof. Dr. Pannen ist als Insolvenzverwalter standortübergreifend tätig. Er wird regelmäßig von verschiedenen Amtsgerichten bestellt.

In seiner bisher 30-jährigen Praxis als Rechtsanwalt hat er u. a. zahlreiche Insolvenz-, Konkurs-, Gesamtvollstreckungs- und Vergleichsverfahren als Verwalter bearbeitet. Herr Prof. Dr. Pannen hat an vielen Sanierungen im In- und Ausland mitgewirkt. So war Prof. Dr. Pannen z. B. Verwalter des internationalen Stahlhandelsunternehmens und Anlagenbauers Coutinho Caro sowie Insolvenzverwalter über das Vermögen der Management Data Media Systems Aktiengesellschaft, einem am Neuen Markt gelisteten Softwareunternehmen.

Soweit möglich, führt er die von ihm betreuten Unternehmen fort und restrukturiert sie. Beispielsweise war Prof. Dr. Pannen von Oktober 2005 bis November 2006 mit der Fortführung und Sanierung des Automobilzulieferers NIER GmbH (tätig an drei Standorten mit zunächst 530 Mitarbeitern) befasst. In der Zeit von Juni 2007 bis Februar 2008 hat Prof. Dr. Pannen die Schieder-Möbelwerke GmbH saniert und bis zur erfolgreichen Veräußerung fortgeführt. 2009 hat Prof. Dr. Pannen die TriTop GmbH sowie die Kaufidee GmbH (Vertrieb des Wassermaxx- Sprudlergerätes) im Rahmen der vorläufigen Insolvenzverwaltung fortgeführt. Des Weiteren wurde er im Jahr 2009 bei Automobilzulieferbetrieben sowie anderen Betrieben aus dem Automotivsektor verstärkt als Verwalter bestellt. Von Januar 2010 bis Ende März 2010 führte Prof. Dr. Pannen als vorläufiger Insolvenzverwalter die ESKA Implants AG - ein Unternehmen auf dem Gebiet der Medizintechnik - mit 170 Mitarbeitern bis zur übertragenden Sanierung fort. Nach nur zwei Monaten der vorläufigen Insolvenz ist es Prof. Dr. Pannen gelungen, die ESKA Implants AG zu verkaufen. Von Frühjahr/Sommer 2010 führte Prof. Dr. Pannen als vorläufiger Insolvenzverwalter die Affeldt Verpackungsmaschinen GmbH mit rund 160 Mitarbeitern bis zur übertragenden Sanierung fort sowie die LMG Anlagenbau GmbH & Co. KG in Lübeck mit rund 130 Mitarbeitern.

Über besondere Expertise verfügt Prof. Dr. Pannen bei der Insolvenz von Kreditinstituten. Von den Amtsgerichten Hamburg und Frankfurt/Main wurde Herr Prof. Dr. Pannen zum Verwalter über die Vermögen des stark im Bereich der Leasingfinanzierung engagierten Bankhauses Fischer & Co. bzw. der vornehmlich im Segment des Neuen Marktes tätigen Gontard & MetallBank AG bestellt.

Zudem wurde Herr Prof. Dr. Pannen im April 2008 von dem Amtsgericht Bremerhaven zum Insolvenzverwalter über das Vermögen der Weserbank AG bestellt.

Ferner ist Prof. Dr. Pannen Insolvenzverwalter von Finanzdienstleistern und Beteiligungsgesellschaften.

Herr Prof. Dr. Pannen hält seit geraumer Zeit insolvenzrechtliche Vorträge und beschäftigt sich als Mitglied einiger Gremien mit rechtspolitischen Fragestellungen.

Im Frühsommer 2010 hat die Europäische Kommission Prof. Dr. Pannen zum Mitglied der Insolvency Law Expert Group (ILEG) ernannt. Die Expertengruppe zum Insolvenzrecht wurde von der Generaldirektion Binnenmarkt und Dienstleistungen im Zusammenhang mit ihrer Arbeit zum grenzüberschreitenden Krisenmanagement eingesetzt. Sie besteht aus Fachleuten auf den Gebieten des Rechts der Reorganisation und der Abwicklung und Insolvenz von Banken.

Im Jahr 2005 ist er als erster deutscher Insolvenzverwalter als Mitglied des hoch angesehenen American College of Bankruptcy in Washington D.C. aufgenommen worden.

Durch zahlreiche Veröffentlichungen zum Insolvenz-, Bank- und Gesellschaftsrecht ist Herr Prof. Dr. Pannen zudem wissenschaftlich ausgewiesen.

Herr Prof. Dr. Pannen ist seit April 2008 Lehrbeauftragter an der Christian-Albrechts-Universität auf dem Gebiet des Insolvenzrechts.

• Krise und Insolvenz bei Kreditinstituten, 2000, 2006, 2009 (3. überarbeitete und erweiterte Auflage)

• Europäische Insolvenzverordnung, Kommentar, Herausgeber und Autor des in deutscher und englischer Sprache erschienenen Kommentars zur EuInsVO, 2007

• "Das Gesetz zur Reorganisation von Kreditinstituten (KredReorgG)" in Ahrens/Gehrlein/Ringstmeier (Hrsg.), Fachanwaltskommentar Insolvenzrecht, Luchterhand 2012

• „Auslöser für ein Sonderinsolvenzverfahren für Banken" in Kenadjian (Hrsg.), Too Big to Fail - Brauchen wir ein Sonderinsolvenzverfahren für Banken? De Gruyter Verlag, 2011

• "Insolvenznahe Restrukturierung von Kreditinstituten nach dem Restrukturierungsgesetz" in Grieser/Heemann (Hrsg.), Bankenaufsicht nach der Finanzmarktkrise, Frankfurt School Verlag, 2011

• "Die Erweiterung der Finanzaufsichtsbefugnisse der BaFin durch das FMVAStärkG" in Berger/Kayser/Pannen (Hrsg.), Sanierung, Insolvenz, Berufsrecht der Rechtsanwälte und Notare, Festschrift für Hans Gerhard Ganter zum 65. Geburtstag, Verlag C. H. Beck, 2010

• Mitautor in Smid (Hrsg.), Aktuelle Probleme des geltenden deutschen Insolvenzrechts, Thema: Die englische Limited in der Insolvenz, 2009

• Mitautor in Grieser/Heemann (Hrsg.), Bankaufsichtsrecht, Themen: Bankaufsichtsrechtliche Instrumentarien bei der Krisenbewältigung, Europäisches Bankeninsolvenzrecht, 2009

• "Das europäische internationale Insolvenzrecht für Versicherungsunternehmen" in Festschrift für Hans-Peter Runkel, RWS Verlag, 2009

• Das europäische internationale Insolvenzrecht für Kreditinstitute - Ein Überblick zu den Regelungen der Bankkrisenrichtlinie und den deutschen Umsetzungsnormen, in: Festschrift für Hans-Jochem Lüer, Verlag C. H. Beck, 2008

• Die "Scheinauslandsgesellschaft" im Spannungsfeld zwischen dem ausländischen Gesellschaftsstatut und dem inländischen Insolvenzstatut, in: Festschrift für Gero Fischer, Verlag C. H. Beck, 2008

• Mitautor in Runkel (Hrsg.), Anwalts-Handbuch Insolvenzrecht, Themen: Insolvenzeröffnungsverfahren, Internationales Insolvenzrecht, 2005, 2008 (2. Auflage)

• Sanierungsberatung, Co-Autor, RWS Verlag Kommunikationsforum, 2005

• Co-Autor (seit 2002) des von Breutigam/Blersch/Goetsch herausgegebenen Berliner Kommentars InsO und InsVV (bearbeitet wurde das Gebiet des Internationalen Insolvenzrechts)


• "Einführung des § 108a InsO - werden Lizenzen jetzt rechtssicher insolvenzfest?", INDat-Report 1_2012

• "Das geplante Restrukturierungsgesetz für Kreditinstitute", Sonderheft für Wilhelm Uhlenbruck, ZInsO 2010,
S. 2026 ff.

• "Die Reform des EAEG im Überblick", ZInsO 2010, S. 929 ff.

• "Reorganisation von systemrelevanten Kreditinstituten - Die Gesetzentwürfe von BMWi und BMJ/BMF",
NJW-aktuell, Heft 38/2009, S. XVI

• "Darlehensverträge in der Insolvenz des Kreditinstituts", Sonderheft für Manfred Obermüller, ZInsO 2009, S. 596 ff.

• Entwurf eines Gesetzes zur Vereinfachung des Insolvenzverfahrens vom 08.02.2006 - Ein weiterer Mosaikstein für eine Reform der InsO, NZI 2006, S. 193 ff.

• ABS-Transaktionen in der Insolvenz des Originators - das Doppeltreuhandmodell und die neuen Refinanzierungsregister, ZIP 2006, S. 52 ff.

• Cooperation is Key, Eurofenix 2006, S. 20 ff.

• Anmerkung zu dem Urteil des AG Bad Segeberg vom 24.03.2005, NZI 2005, S. 413 ff.

• Checkliste: Die englische "Ltd." mit Verwaltungssitz in Deutschland in der Insolvenz, MDR 2005, S. 496 ff.

• Anmerkung zu AG Weilheim i.OB, Beschluss v. 22.06.2005, EWiR 2005, S. 791 f.

• Anmerkung zu den Schlussanträgen des Generalanwalts beim EuGH, EWiR 2005, S. 725 f.

• Anmerkung zu AG Saarbrücken, Beschl. v. 25.02.2005, EWiR 2005, S. 701 f.

• Anmerkung zu OLG Düsseldorf, Beschl. v. 09.07.2004, EWiR 2005, S. 177 f.

• Der Begriff des "centre of main interests" i. S. des Art. 3 I 1 EuInsVO im Spiegel aktueller Fälle aus der Rechtsprechung", NZI 2004, S. 646.

• Auswirkungen der Entscheidung des BVerfG zur Vorauswahl des Insolvenzverwalters aus Verwaltersicht, NZI 2004, S. 548 f.

• Anmerkung zu LG Berlin, Urt. v. 02.06.2004, EWiR 2004, S. 979 f.

• Die deutschen Ausführungsbestimmungen zur EuInsVO - Ein Überblick zu den Regelungen Art. 102 EG InsO n.F., NZI 2004, S. 301 ff.

• Die Stellung des deutschen Insolvenzverwalters in einem Insolvenzverfahren mit europäischem Auslandbezug, NZI 2003, S. 72 ff.

• Zur Stellung der Insolvenzgläubiger nach der Europäischen Verordnung über Insolvenzverfahren (EuInsVO), NZI 2002, S. 303 ff.

• Zur Dauer des Insolvenzeröffnungsverfahrens, NZI 2000, S. 575.

• Anmerkung zu OLG Köln, Beschl. v. 08.08.2000, EWiR 2001, S. 343 f.

• Anmerkung zu AG Duisburg, Beschl. v. 07.07.1999, EWiR 2000, S. 779 f.

• Anmerkung zu AG Charlottenburg, Beschl. v. 26.04.1999, EWiR 2000, S. 241 f.

• Auslegung eines Vertrags zwischen Publikums-KG und stillem Gesellschafter, Anmerkung zu OLG Hamburg, Urt. v. 24.11.1995, BB 1997, S. 696 f.


Karriere
1970 Abitur
1971 - 1973 Bundeswehr (Reserveoffizier)
1973 - 1974 Ausbildung zum Bankkaufmann
1974 - 1981 Studium der
Rechtswissenschaften an der Universität Hamburg, anschließend Referendariat
1982 Zulassung als Rechtsanwalt
1982 - 1987 angestellter Rechtsanwalt in der Kanzlei Scherzberg & Undritz
1988 - 2007 Partner der Kanzlei Scherzberg & Undritz, jetzt White & Case LLP
2000 Dr. jur., Universität Hamburg
2008 DR. PANNEN RECHTSANWÄLTE

Ämter / Mitgliedschaften (berufsbezogen)
Deutscher Anwaltverein: Vorsitzender des Insolvenzrechtsausschusses
Hanseatische Rechtsanwaltskammer Hamburg: Vorsitzender des Fachausschusses für Insolvenzrecht
Norddeutsches Insolvenzforum e.V.: stellv. Vorsitzender
Verein zur Förderung des Instituts für Europäisches und Internationales Insolvenzrecht:
Vorstandsmitglied
Arbeitskreis für Insolvenzrecht im Deutschen Anwaltverein
International Bar Association (IBA)
INSOL Europe
Arbeitskreis für Insolvenzwesen Köln e.V.
VID Verband Insolvenzverwalter Deutschlands e.V.
Fellow des American College of Bankruptcy, Washington, D.C.
International Insolvency Institute
Berlin/Brandenburger Arbeitskreis für Insolvenzrecht e.V.

Ämter
Studien- und Fördergesellschaft der Schleswig-Holsteinischen Wirtschaft: Beiratsmitglied Bildungszentrum Tannenfelde: Beiratsmitglied Ewer GLORIA e.V.:1. Vorsitzender

Sprachen
Deutsch, Englisch